Johannes Enders Quartet - Billy Rubin

13.05.2011
Johannes Enders Quartet - Billy Rubin

//Johannes Enders Quartet - Billy Rubin 
mit Schlagzeuglegende Billy Hart erschienen bei ENJA Records.

Johannes Enders zählt weit über die Grenzen Deutschlands hinaus zu den besten und wohl auch experimentierfreudigsten Jazzern seines Fachs. Der Tenorsaxophonist aus Weilheim, der in München, Graz und New York studierte, ist ein umtriebiger kreativer Geist, dessen immenser künstlerischer Output voller Überraschungen steckt. Mit dem Tied & Tickled Trio und seinem Studioprojekt Enders Room, beide geprägt von stetig wechselnden Besetzungen, lotet der 44-jährige Musiker vornehmlich das weite Spannungsfeld zwischen Electronic und Jazz aus, experimentiert dort als Multiinstrumentalist vor allem mit Klangatmosphären. Darüber hinaus verfolgt Enders seit Jahren als Leader diverser Ensembles (Trio, Quartett und Quintett) eine intim-entspannte Jazzphilosophie. „Billy Rubin“ ist das Resultat einer dieser klassischen Quartett-Einspielungen, ein Herzensprojekt, das die seit zehn Jahren bestehende Freundschaft zu dem 70-jährigen US-amerikanischen Schlagzeuger Billy Hart markiert. Der Schweizer Pianist Jean Paul Brodbeck und der in Graz und Wien lebende serbische Kontrabassist Milan Nicholic vervollständigen das Johannes Enders Quartett. Schlagzeug, Bass, Piano und Saxophon sind hier mit viel Feingefühl verwoben; stets streben die Musiker nach stringenten Harmonien und spielen in einem kontinuierlichen Flow. Das liegt auch daran, dass Enders kein Freund von exponierten solistischen Eskapaden ist. „Billy Rubin“ ist so klassisch wie zeitlos modern, so melancholisch rot wie Miles Davis auf seinem Klassiker „A Kind Of Blue“ klingt.